Richtige Anwendung von Zopiclon

Viele Deutsche nehmen bei Schlafproblemen Medikamente wie Zopiclon. Welche Aspekte für die richtige Anwendung von Zopiclon zu beachten sind, lesen Sie hier.

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Anwendungsgebiete

Zopiclon wird in erster Linie zur kurzfristigen Behandlung von Einschlaf- und Durchschlafstörungen angewendet. Darüber hinaus verbessert es die Schlafqualität, indem es nächtliches bzw. vorzeitige Aufwachen reduziert. Das Medikament wird in Tablettenform unmittelbar vor dem Zubettgehen eingenommen. Die Dosis ist von einem Arzt festzulegen.

Bei gesundheitlich unbeeinträchtigten Erwachsenen sind 7,5 mg üblich. Bei Senioren wird eine Tagesdosis von 3,75 mg empfohlen. Nach der Einnahme ist eine Schlafdauer von mindestens sieben bis acht Stunden erforderlich, da der Wirkstoff die Reaktionsfähigkeit herabsetzt und so unter anderem die Verkehrstüchtigkeit einschränkt. Des Weiteren darf die Behandlungsdauer höchstens einen Monat betragen, da sonst eine Abhängigkeit entsteht.

Wirkmechanismus

Zopiclon entfaltet seine schlafförderende und beruhigende Wirkung über die Aktivierung des inhibierenden Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Die Moleküle binden an die Rezeptoren des Botenstoffs und verringern so die Aktivität der Nervenzellen. Die Zellen sind dadurch für einige Zeit schwerer erregbar. Die eintreffenden Nervenreize gelangen nur noch gedämpft an das Zentrale Nervensystem. Die maximale Plasmakonzentration tritt ca. 60 Minuten nach der Verabreichung ein. Die Halbwertszeit liegt bei fünf Stunden.

Nebenwirkungen und Abhängigkeit

Durch den Gebrauch von Zopiclon kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Oft beklagen die Anwender eine Veränderung der Geschmackswahrnehmung und einen trockenen Mund. Darüber hinaus treten oft Albträume, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwäche, Schwindel, herabgesetzte Leistungsfähigkeit und Tagesmüdigkeit auf. Auch gibt es Berichte über Gedächtnislücken und Halluzinationen. Bei langfristiger Verwendung besteht ein erhebliches Abhängigkeitspotenzial.

Das Absetzen wird durch Entzugssymptome erschwert. Daher ist es von hoher Wichtigkeit, dass das Medikament nur bei Schlafproblemen mit klinisch bedeutsamem Schweregrad und nur für eine kurze Zeitspanne genommen wird. Falls in der Krankengeschichte des Patienten eine Substanzabhängigkeit aufscheint, ist eine eingehende Abwägung der Vor- und Nachteile vorzunehmen. Gegebenenfalls ist auf Zopiclon zu verzichten bzw. ein geeigneter Ersatz zu finden.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Wenn zur gleichen Zeit andere Schlafmedikamente, Schmerzmittel, Tranquilizer oder Narkotika zur Anwendung kommen, kann das die Wirkung intensivieren. Darüber hinaus führen Arzneimittel zur Therapie von psychischer Krankheiten, Muskelrelaxantien, Antiepileptika und einige Antihistaminika zu einer Verstärkung der dämpfenden Effekte.

Absolute Gegenanzeigen sind das Schlafapnoe-Syndrom (Atemstörungen während des Schlafes), Leberinsuffizienz und Suchterkrankungen. Ebenso stellt die Muskelkrankheit Myasthenia gravis eine Kontraindikation dar.

Zopiclon wird in der Leber über ein Enzym abgebaut, das auch mit einer Vielzahl anderer Substanzen interagiert. Zu dieser Gruppe zählen diverse Pilzmedikamente und Antibiotika. Wenn man solche Mittel nimmt, hemmt das den Abbau von Zopiclon und der Wirkstoff bleibt länger aktiv. Dagegen können andere Medikamente den Abbau beschleunigen und so die Wirkung abschwächen (zum Beispiel Johanniskraut, Phenobarbital, Carbamazepin, oder Rifampicin).

Richtige Anwendung von Zopiclon

Weitere Informationen über die richtige Anwendung von Zopiclon finden Sie über die folgenden Links:

 

Zopiclon bei Demenz beeinträchtigt Schlafverhalten

Nahezu alle Demenz-Patienten haben Schlafprobleme. Oft können sie nicht mehr zwischen Tag und Nacht unterscheiden, irren nachts in der Wohnung umher und verletzen sich in der Dunkelheit. Für die Pflegenden kann das eine schwere Belastung sein. Erschwert wird die Lage dadurch, dass gängige Schlafmittel wie Zopiclon bei Demenz nur unter Vorbehalt zu empfehlen sind.

Nebenwirkungen gängiger Schlafmittel

Die Behandlung von Schlafstörungen erfolgt oft mit Schlaf anstoßenden oder sedierenden Medikamenten (Zopiclon, Zolpidem, Zaleplon oder Benzodiazepine), doch es ist nicht unproblematisch, den geruhsamen Schlaf nur mit Medikamenten wiederherzustellen. Das liegt unter anderem daran, dass sich auch bei gesunden älteren Personen der Schlafrhythmus verändert. Die Einschlafzeiten verschieben sich. Senioren gehen zwar abends früher schlafen, erwachen aber am Morgen trotzdem früher. Der Tiefschlaf vermindert sich, während der leichte Schlaf zunimmt. Schlafperioden am Tag schaden der Schlafqualität in der Nacht. Körperliche Erkrankungen nehmen zu; Schmerzen und Harndrang führen zum Aufwachen.

Die Symptome des Alterns werden durch die Demenz verstärkt. Degenerative Veränderungen im Gehirn schädigen den Biorhythmus und die innere Uhr. In vielen Fällen ziehen sich die Betroffenen tagsüber in den Schlaf zurück und sind dafür zu nächtlicher Stunde wach. Der natürliche Wechsel zwischen Tag und Nacht wird nicht mehr wahrgenommen bzw. falsch interpretiert. Depressionen können das Schlafverhalten zusätzlich stören.

Zur Behandlung von Schlafstörungen älterer demenzkranker Patienten sind vor allem die  „Z-Medikamente“ Zopiclon, Zolpidem und Zaleplon sowie niedrig dosierte Neuroleptika geeignet. Die unerwünschten Nebenwirkungen von Benzodiazepinen (paradoxe Wirkungen wie zum Beispiel erhöhte Unruhe; Muskelerschlaffung, Atmungsprobleme, Sturzgefahr) schränken die Möglichkeiten dieser Substanzen ein. Die Medikation muss mit einer Therapie der physischen und psychiatrischen Begleiterkrankungen verbunden werden. Bewährt haben sich unter anderem die Aktivierung der Betroffenen tagsüber, die Anwendung von Antidementiva zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs, Lichttherapie und Bewegung an der frischen Luft.

Zopiclon bei Demenz nur mit Vorbehalten zu empfehlen

Z-Medikamente wie Zopiclon machen schnell abhängig. Sie eignen daher nur kurzfristig, maximal vier Wochen, oder langfristig mit Unterbrechungen (drei bis fünf Einzeldosen wöchentlich). Bei besonders betagten Patienten nehmen Ärzte oft eine Abhängigkeit auf niedrigem Niveau in Kauf. Die Nebenwirkungen müssen aber  in jedem Einzelfall mit der erwünschten therapeutischen Wirkung zur Abwägung gebracht werden.

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Zopiclon als Schlafmittel zu empfehlen?

Schlafprobleme sind ein weit verbreitetes Übel. Es gibt kaum jemanden, der noch nie davon betroffen war. Die Liste der Auslöser ist lang. Stress, künstliches Licht, Lärm, ungesunde Ernährung sowie Bewegungsmangel sind am häufigsten. Je nach Ursache können unterschiedliche Maßnahmen angebracht sein, dabei bedürfen längst nicht alle einer medikamentösen Therapie.

Medikamente nicht immer nötig

Manche Menschen gehen in die Apotheke und holen sich dort ein Medikament wie Zolpidem oder Zopiclon als Schlafmittel. Andere versuchen es zuerst eher mit Yoga  oder natürlichen Hausmittel. Wenn Schlafstörungen lang anhalten oder einen großen Leidensdruck ausüben, sollte der Besuch bei einem Arzt oder in einem Schlaflabor in Erwägung gezogen werden.

Arten von Schlafstörungen

Je nach angewandtem Schema gibt es drei Varianten, nach denen man Schlafstörungen in der wissenschaftlichen Medizin einordnet:

    • ICD: International Classification of Disorders der WHO
    • DSM-IV: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Society
    • ICSD: die International Classification of Sleep Disorders.

Einteilung der WHO

Die WHO unterteilt gemäß ICD-11 Schlafstörungen, je nach vermuteter Ursache, in zwei Hauptgruppen:

    • nicht organische Schlafstörungen, die zu den psychischen bzw. Verhaltensstörungen zählen
    • organische Schlafstörungen, die als Krankheiten des Nervensystems angesehen werden.

Diese Einteilung erscheint zwar auf den ersten Blick etwas grob, doch es gibt für jede der beiden Gruppen detaillierte Unterklassifizierungen.

Einteilung der APA

Die American Psychiatric Association unterscheidet im DSM-IV nicht zwischen psychogenen und organischen Ursachen. Sie unterteilt die Schlafstörungen vielmehr danach, ob sie bei einem Patienten primär vorhanden sind oder die sekundäre Folge eines anderen Faktors darstellen.

International Classification of Sleep Disorders

In der ICSD werden Schlafstörungen in acht Gruppen unterteilt:

    1. schlafbezogene Atemstörungen,
    2. zirkadiane Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
    3. Parasomnien
    4. schlafbezogene Bewegungsstörungen
    5. isolierte Symptome
    6. augenscheinlich normale Varianten und ungeklärte Probleme
    7. schlafbezogene Störungen der Atmung
    8. andere Ursachen.

Eine Therapie für alle gibt es nicht

Bei Betrachtung der zahlreichen Arten und Typen von Schlafstörungen wird auch dem medizinischen Laien klar, dass es eine Standardtherapie, die bei allen Arten von Schlafstörungen erfolgreich ist, nicht geben kann. Während manche Patienten auf eine Kurzzeittherapie mit handelsüblichen Schlafmitteln gut ansprechen, kann dieselbe Behandlungsform für andere Menschen sogar gefährlich sein. Benzodiazepine sind zum Beispiel bei Atemstörungen oder bei alkoholbedingten Insomnien nicht indiziert. Vielmehr ist auf die individuellen Ursachen einzugehen und eine entsprechende Behandlung auszuarbeiten.

Zopiclon und ähnliche Medikamente

Wenn Patienten von ihrem Hausarzt ein Schlafmittel verlangen, ist ihnen oft nicht bewusst, dass diese Medikamente die Ursachen, die den Beschwerden zugrunde liegen, nicht heilen können. Die bisher bekannten Schlafmittel eignen sich nämlich nur zur Behandlung der Symptome, eine „Heilung“ bieten sie aber nicht. Wer dann eines der vielen Online-Angebote nutzt, bei denen man zum Beispiel ein Schlafmittel wie Zopiclon rezeptfrei kaufen kann, sollte zuvor sicherstellen, dass sich das Medikament auch für den individuellen Fall eignet.


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Zopiclone 7,5 mg von Actavis (US-Version)

Zopiclon als Schlafmittel online kaufen

Wer zu dem Patientenkreis gehört, bei dem feststeht, dass eine Behandlung mit einem Schlafmittel der Z-Reihe angebracht ist und die Absicht hat, Zopiclon oder ein anderes Präparat zu kaufen, findet nähere Informationen unter folgenden Links:

Zolpidem: das Aspirin des Teufels?

Das Schlafmittel, das Tesla-Chef Elon Musk nimmt, hat es in sich. Oft hätte er nur die Wahl zwischen einer schlaflosen Nacht und Ambien (Handelsname von Zolpidem in den USA). Das erklärte er erst kürzlich der New York Times. Seine ehrliche Aussage brachte die Börsenkurse seines Konzerns ins Wanken und sorgte für Unruhe im Aufsichtsrat.

Charlie Sheen: „Zolpidem ist das Aspirin des Teufels“

Es ist allgemein bekannt, dass der in Ambien enthaltene Wirkstoff Zolpidem Nebenwirkungen hat und abhängig machen kann. Weltweite Bekanntheit erlangte das Mittel durch Prominente, die sich dadurch in grobe Schwierigkeit gebracht hatten. So versuchte etwa die Schauspielerin Roseanne Barr einen rassistischen Tweet mit den Nebenwirkungen des Medikaments zu entschuldigen. Der Kongressabgeordnete Patrick Kennedy verursachte einen Verkehrsunfall, an den er sich tags darauf nicht mehr erinnern konnte. Tiger Woods soll 2009 unter Zolpidem gegen einen Hydranten gefahren sein und der frühere Football-Spieler Darren Sharper verabreichte das Mittel mehreren Frauen, um sie dann vergewaltigen zu können. Schauspieler Charlie Sheen bezeichnete Ambien einst als „das Aspirin des Teufels“.

Die meisten Pharmakologen sind sich einig, dass das Medikament angesichts seiner Risiken viel zu häufig verschrieben wird. Der Hersteller Sanofi setzt damit in den USA pro Jahr mehr als 300 Millionen Dollar um. In Europa ist es ebenfalls erhältlich, hier allerdings unter der Marke Stilnox. Wie alle Substanzen aus der Gruppe der sogenannten „Z-Drugs“ kann das Mittel starke Nebenwirkungen auslösen. Die Bandbreite der bekannten Nebeneffekte reicht von Gedächtnislücken bis hin zu Schlafwandeln.

Die US-Arzneimittelbehörde warnt davor, am Tag nach der Einnahme von Zolpidem mit dem Auto zu fahren. Das perfide an der Droge ist der Umstand, dass man sich am Folgetag zwar wach und völlig unbeeinträchtigt fühlen kann, während aber die Reaktion und das Urteilsvermögen in Wirklichkeit auf dem Stand eines Betrunkenen sind.

Trotz der bekannten Gefahren ist Zolpidem in allen Bevölkerungsschichten sehr beliebt, so auch unter prominenten Schauspielern oder Politikern. US-Medien berichten, dass sogar Donald Trumps Leibarzt auf langen Flügen Zolpidem an die Mitreisenden verteilen, damit sie die Reisezeit im Schlaf überbrücken können.

Weniger Verschreibungen, höhere Dunkelziffer

Die vielen – teils sehr grotesken – Vorfälle der letzten Jahre haben dazu geführt, dass „das Aspirin des Teufels“ heute seltener verschrieben wird als noch vor zwei Jahren. Trotzdem ist es zu früh, Entwarnung zu geben. Oft wird einfach nur der Wirkstoff gewechselt. Statt Zolpidem erhält der Patient dann zum Beispiel das chemisch eng verwandte Zopiclon, das im Hinblick auf die Nebenwirkungen und das Abhängigkeitsrisiko genauso problematisch ist. Abhängige Patienten, die von ihrem Arzt kein Rezept mehr erhalten, weichen zudem oft auf illegale Quellen aus und tauchen dann in keiner Statistik mehr auf.

Quelle: manager-magazin

Elon-Ambien Aspirin des Teufels
Bei Start-up-Gründern und Milliardären wie Elon Musk genießt Ambien (Zolpidem) immer größere Beliebtheit.

Zolpidem Nebenwirkungen

Er sei Mitglied des Repräsentantenhauses und unterwegs zu einer politischen Veranstaltung. Das gab Patrick Kennedy, Neffe des ehemaligen US-Staatschefs John F. Kennedy, bei der Polizei zu Protokoll, nachdem er in einer Nacht im Mai 2006 einen Unfall verursacht hatte. Am nächsten Tag hatte er keine detaillierteren Erinnerungen mehr. Er hatte weder Alkohol noch Drogen konsumiert, berichtet die New York Times. Stattdessen stand er unter dem Einfluss einer Substanz, die im Allgemeinen als eher unverdächtig gilt: Zolpidem, das beliebteste Schlafmittel der USA.

Zolpidem Nebenwirkungen: Beschreibung

Nicht erst seit diesem Fall ist bekannt, dass Zolpidem Nebenwirkungen hat. In  seltenen Fällen ist es in der Lage, paradoxe Effekte zu induzieren. Die US-Behörde für Arzneimittel (FDA) weist auf die Gefahren hin, die »komplexem Verhalten im Schlaf« innewohnen, bis hin zum unbewussten Führen von Fahrzeugen. In den Packungsbeilagen wird mittlerweile mit Nachdruck darauf eingegangen. Im Besonderen stand zu Beginn der Debatte die Marke „Ambien“ im Fokus der Kritik. Der Pharmariese Sanofi vertreibt den Wirkstoff Zolpidem unter diesem Namen als Arzneimittel zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen. Das Unternehmen beteuerte gegenüber der Presse, dass in den Zulassungstests nur 1 ‰ der Testpersonen von Nachtwandeln berichtet hatte. Aus Sicht des Produzenten sind damit die Voraussetzungen für eine Neubewertung des Sicherheitsprofils des Präparats nicht erfüllt.

Erfahrungen in den USA

Ambien zählt in den USA zu den am häufigsten verordneten Schlafmitteln. Im Jahr 2011 wurde der Umsatz dort auf 2,8 Milliarden Dollar beziffert. Wie oft Nebenwirkungen auftreten, sagt die FDA nicht. Allerdings gab es in Medien und Fachkreisen wiederholt Berichte über aufsehenerregende und seltsame Vorfälle.

2002 schilderte Michael Silber von der Mayo Clinic in Rochester im Fachmagazin »Sleep Medicine«, dass manche Patienten nach Einnahme von Zolpidem schlafwandelnd in die Küche gehen und Nahrung zu sich nehmen. Am nächsten Tag fehlte ihnen die Erinnerung daran. In der Fachzeitschrift »Neurologic Clinics« beschrieb Mark Mahowald von der University of Minnesota im Mai 2006 mehrere Einzelfälle von Somnambulie in Zusammenhang mit Ambien. Die »New York Times« meldete im selben Jahr, dass in den Bundesstaaten Wisconsin und Washington die Zahl der aus dem Verkehr gezogenen Fahrzeuglenker gestiegen sei, die unter dem Einfluss von Zolpidem standen. In vielen Labors, die durch Blutuntersuchungen die Fahrtüchtigkeit prüfen, ist Zolpidem eine der zehn häufigsten Substanzen. Ebenso kommen nächtliche Telefongesprächen und sexuelle Aktivität vor, an die den Patienten am Folgetag jegliche Erinnerung fehlt.

Als die Schauspielerin Rosanne Barr im Jahr 2017 durch rassistische Tweets Aufsehen erregt hatte, entschuldigte sie ihr Verhalten mit dem Hinweis darauf, dass sie Ambien genommen hätte. Der Hersteller reagierte mit Humor. In einer in vielen Medien veröffentlichten Stellungnahme wies er darauf hin, dass Rassismus nicht zu den bekannten Nebenwirkungen zählt (sieh u. a. independent.co.uk).

Die FDA geht davon aus, dass die bekannten Fälle nur die Spitze des Eisbergs sind und dass viele Ereignisse in keinem Bericht auftauchen.

Zolpidem in Deutschland

Zolpidem zählt zusammen mit Zopiclon und Zaleplon zu den sogenannten Z-Substanzen. Diese ähneln in vielerlei Hinsicht den Benzodiazepinen, die ebenfalls oft als Schlafmittel zum Einsatz kommen. Beide Substanzgruppen sind in fast allen Ländern der Welt rezeptpflichtig.

In Deutschland steht Zolpidem, ebenso wie in den USA, auf der Liste der am meisten verwendeten Schlafmittel. In der Fachinformation der für den deutschen Markt vorgesehenen Produkte heißt es, dass man die Häufigkeit paradoxer Nebenwirkungen wie des Schlafwandelns auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzen könne.

Da auch in Deutschland immer mehr Personen bei Shops bestellen, wo kein Rezept gefordert wird, befürchten Ärzte und Suchtexperten in Zukunft einen Anstieg unerkannter Fälle.

Weitere Informationen


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Handelsübliche Zolpidem-Tablette der Marke Ambien (USA; Quelle: U.S. National Library of Medicine (NLM))

Zolpidem bestellen

Bei vielen Shops kann man Zolpidem auch online bestellen. Hier eine kleine Auswahl:

Da Zolpidem Nebenwirkungen hat, die oft schwer zu kontrollieren sind, raten wir davon ab, es ohne Absprache mit einem Arzt zu verwenden.

Benzodiazepine und Z-Substanzen als Schlafmittel

Oft werden Benzodiazepine und Z-Substanzen als Schlafmittel eingesetzt. Mitarbeiter der Universität Göggingen führten in einem Fachkrankenhaus für Geriatrie ausführliche Interviews durch, um herauszufinden, wie Ärzte und Pflegekräfte die Nützlichkeit von Schlafmittel beurteilen. Es zeigte sich, dass Altenpfleger in dieser Hinsicht weniger kritisch sind als Ärzte.

Risiken und Nebenwirkungen

Benzodiazepine wie Diazepam (Valium) erhöhen das Risiko, durch Missgeschicke und Unfälle körperliche Schäden zu erleiden. Gleichgewicht und Koordination sind ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie die kognitiven Funktionen. Langzeitanwendung führt zu Toleranzentwicklung und Suchtverhalten. Für Senioren mit degenerativen Gehirnerkrankungen oder mit pathologischen Atmungsformen sind Benzodiazepine nicht geeignet. Aus diesem Grunde sind sie von PRISCUS-Liste erfasst, einer Auflistung von Wirkstoffen, die für Menschen über 65 nur mit Vorbehalten verwendungsfähig sind.

Die Liste beinhaltet darüber hinaus auch Zolpidem, Zaleplon und Zopiclon, die sogenannten Z-Medikamente . Diesen Wirkstoffen sagte man anfänglich ein geringeres Risiko nach, doch heute bewertet sie die Mehrzahl der Fachleute als ebenso gefährlich. Zolpidem ist das am häufigsten verschriebene Schlafmittel.

Unterschiede bei der Risiko-Einschätzung

Eine deutliche Mehrheit von 57 % der Pfleger ist der Meinung, dass Benzodiazepine als hauptsächliche Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen gut geeignet sind. Bei den Z-Medikamenten sind es 66 %. Dem gegenüber sagen das nur 29 % der Ärzte. Rund die Hälfte vertritt den Standpunkt, dass Valium & Co. eher Nachteile als Vorteile bringen. Diese Einschätzung teilt von den Pflegern nur jeder dritte.

Über alle Berufsgruppen hinweg wird das Risiko-/Nutzen-Verhältnis der Z-Drugs für günstiger befunden. Dabei erklärten ca. 71 % der Ärzte und 82 % der Pfleger, dass der Nutzen größer ist als die Risiken. Unabhängig von der Qualifikation ist erkennbar, dass Mitarbeiter, die erst fünf Jahre oder kürzer in ihrem Beruf arbeiten, im Hinblick auf die Nützlichkeit der Medikamente mehr Zuversicht haben als erfahrene Kollegen.

Weitere Untersuchungen

Benzodiazepine sind, genau wie Z-Medikamente, rezeptpflichtig. Wie oft sie verordnet werden, steht geht aus der Untersuchung nicht hervor. Die Verabreichung der Präparate an die Krankenhauspatienten erfolgt normalerweise durch Pflegekräfte, doch es ist ihnen untersagt, sie nach eigenem Ermessen abzugeben. Für die Patienten sind sie ungeachtet dessen die ersten Bezugspersonen.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Meinung der Pfleger das Verschreibungsverhalten der Stationsärzte beeinflusst. Aus ihrer Sicht besteht auf beiden Seiten – im Besonderen bei neuen Mitarbeitern  – noch Bedarf für Weiterbildung. In zukünftigen Untersuchungen will man Einsicht in Krankenakten nehmen und herausfinden, wie oft Schlafmittel verschrieben werden. Interessante Aufschlüsse sind unter anderem im Hinblick darauf zu erwarten, ob Ärzte nach der Entlassung eine Fortsetzung der Schlafmitteltherapie empfehlen. Es steht der Verdacht im Raum, dass dies in einige Fällen der Beginn einer langjährige Suchtkarriere sein könne.

Quelle und weitere Informationen

V. Weiß et al.: Benzodiazepine und Z-Substanzen als Schlaf- und Beruhigungsmittel in einem Krankenhaus. Anwendung aus der Sicht des ärztlichen und pflegerischen Personals. Deutsche medizinische Wochenschrift DWM 2016; 141 (13); e121–e126


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